Info & Allgemeines: Gemeindewerke Feucht

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Die Bürgerinnen und Bürger in Feucht und Moosbach leben gesund. Denn ihr Wasser hat eine außerordentlich hohe Qualität. Rund 800 Tausend Kubikmeter Wasser pro Jahr fördern die Gemeindewerke an das Wasserwerk an der „Jägersruh“. 

Im Folgenden informieren wir Sie detailliert über unser Lebensmittel Nr. 1

Wasserversorgung Feucht kurz erklärt

Zeitliche Entwicklung der Wasserversorgung

Bevor es eine öffentliche Trinkwasserversorgung in Feucht gab, wurde aus 7 Brunnen das Wasser am Marktplatz gesammelt, und von den Bewohnern mit Eimern nach Hause getragen bzw. aus privaten Brunnen die Trinkwasserversorgung gesichert. Dieses Wasser wurde über Holzrohrleitungen transportiert.

1934 wurde dann die erste öffentliche Trinkwasserversorgung mit einer Wasseraufbereitung in Feucht in Betrieb genommen.

Nachdem sich in Feucht immer mehr Bewohner ansiedelten, wurde im Jahr 1970 eine zweite Aufbereitungsanlage mit dem Ziel gebaut, dass diese zu einem späteren Zeitpunkt die Marktgemeinde Feucht alleine versorgen kann. Feucht hatte im Jahr 1934 ca 2300 Einwohner, 1970 ca. 9200 Einwohner und heute ca. 13.500 Einwohner.

1993 wurde die erste Aufbereitungsanlage aus dem Jahr 1934 abgerissen, und im Jahr 2005 wurde die Anlage aus dem Jahr 1970 durch die jetzige Trinkwasseraufbereitung ersetzt.

      

Brunnen

Wussten Sie schon, dass das Feuchter Wasser auf eine ca. 1000-jährige Geschichte zurückblicken kann?
Das Leitungswasser, welches Sie heute zum Kochen, Waschen, Spülen oder für Ihren Garten nutzen, regnete vor 1000 Jahren vom Himmel und versickerte im Boden. Um das Lebensmittel Nr. 1 auch weiterhin zu schützen, gibt es hierfür ein Wasserschutzgebiet. Hier wird heute von 5 verschiedenen Brunnen aus Tiefen von bis zu 252 Metern unser Wasser für die Marktgemeinde Feucht aus den Grundwasserleitern des Keupersandsteines an das Tageslicht gefördert. Das Tiefenwasser zeichnet sich durch eine geringe Mineralisation und Härte aus. Die herkunftsbedingt erhöhten Gehalte Eisen, Mangan, Arsen und Kohlensäure werden zuverlässig im so genannten neuen Wasserwerk in der Jägersruh entfernt.

Aufbereitung Wasserwerk

Im Oktober 2003 traf der Aufsichtsrat der Feuchter Gemeindewerke GmbH (FGW) eine weitreichende zukunftsorientierte Entscheidung, um auch in Zukunft eine qualitativ hochwertige und zudem ortsnahe Wassergewinnung sicherzustellen.

Das 35 Jahre alte Wasserwerk Jägersruh soll durch einen Neubau ersetzt werden. Im April 2004 beauftragte die FGW die N-ERGIE Aktiengesellschaft als   Generalunternehmer für das Projekt "Wasserwerk Jägersruh" mit einem Auftragsvolumen von 2,35 Millionen Euro. Mit der Auftragsvergabe an die N-ERGIE AG, die sich zur Projektabwicklung ihres Tochterunternehmens AquaOpta GmbH und dem Ingenieurbüro BauConsult aus Hassfurt bedient, nutzten die Feuchter Gemeindewerke GmbH das umfassende Know-how des regionalen Branchenführers, um den Wasserwerksneubau zum garantierten Festpreis bis zur kompletten Fertigstellung und Inbetriebnahme zu errichten. Für die FGW war somit jedes Risiko von Kostensteigerungen und Nachtragsangeboten entfallen.

Durch die neueste Aufbereitungstechnik werden die Grenzwerte der Trinkwasser-verordnung weit unterschritten und somit den hohen Qualitätsstandard beim Feuchter Trinkwasser sichern. Vorteile der neuen Anlage sind darin zu sehen, dass bei der Aufbereitung keine Druckunterbrechung erfolgt und mit dem Vordruck der Brunnenpumpen das Wasser über die Mehrschichtfilter bis auf die physikalische Entsäuerung gefördert werden kann, von deren Ablauf das Wasser im freien Gefälle in den Reinwasserbehälter läuft. Die Mehrschichtfilter können somit als Druckfilter betrieben werden, woraus Vorteile hinsichtlich der Filterlaufzeit resultieren. Die längeren Filterlaufzeiten werden angestrebt, um die Abwasserabgabe zu minimieren und somit die Wirtschaftlichkeit der Anlage zu verbessern. Die neuen Aufbereitungsverfahren sind vielfach bewährt. Ziel der Feuchter Gemeindewerke GmbH ist es, auch in Zukunft ein gesundes einwandfreies Trinkwasser für die Feuchter Bürgerinnen und Bürger zur Verfügung zu stellen. Rund 266 m³ Wasser können so vom Wasserwerk aus im Durchschnitt pro Stunde in den Hochbehälter zur Speicherung bzw. in das Leitungsnetz gefördert werden.

Das Technologiezentrum Wasser in Karlsruhe trifft im Prüfbericht das Aufbereitungskonzeptes vom Januar 2004 folgende Feststellung:

"Die vorgeschlagene Aufbereitungstechnik Druckbelüftung mit Oxidatorkessel - Dosierung von Eisensalzen - Mehrschichtfiltration (Fe/Mn/As-Entfernung) – physikalische Entsäuerung - Restentsäuerung entspricht dem Stand der Technik zur Aufbereitung von mangan- und eisenhaltigen Wässern, die auch geringe Gehalte an Arsen aufweisen. Diese Verfahren werden nach heutigem Wissensstand auch in Zukunft Verfahren zur Aufbereitung der oben beschriebenen Wässer sein. Durch die Ausrüstung der Anlage mit modernen SPS und der Möglichkeit der fernwirktechnischen Anbindung des Wasserwerks ist die gesamte Anlage zukunftsorientiert ausgelegt".

 

Hochbehälter

Damit immer genügend Vorrat vorhanden ist und der im Netz nötige konstante Druck herrscht, wird das Trinkwasser vor allem nachts zur Wasserspeicherung auf den Dreibrüderberg zwischen Feucht und Rummelsberg gepumpt und dort dann nach Bedarf durch den vorhandenen Höhenunterschied ins Feuchter und Moosbacher Ortsnetz abgegeben. Der dortige Trinkwasserbehälter umfasst zwei Kammern von je 2000 m³ Inhalt. Mit einem Kostenaufwand von mehr als einer Million Euro wurde der Hochbehälter aus dem Jahr 1969 im Winter 2013/2014 saniert.  Eine wasserdichte Wanne mit Edelstahlauskleidung und diverse Hoch- und Tiefbaumaßnahmen sorgen dafür, dass eine optimale Wasserspeicherung – ausgelegt auf langfristige Nutzung über Jahrzehnte – gewährleistet wird und damit auch zukünftig die Haushalte sowie die Industriebetriebe in Feucht  mit Wasser in gewohnter Top-Qualität versorgt werden. Bekanntlich bestehen beim Trinkwasser weitaus strengere Vorschriften als etwa bei Mineralwasser, und das Feuchter Wasser erfüllt alle strengen Kriterien.Für das Versorgungsnetz Feucht muss hier keine Druckerhöhung oder Druckminderung vorhanden sein, da der Hochbehälter 50 m höher als Feucht liegt, und somit 5 bar (10 m Wassersäule = 1 bar) Netzdruck automatisch vorhanden sind.

Leitungsnetz

Hätten Sie gedacht, dass für die Versorgung mit Trinkwasser in Feucht und Moosbach eine Leitungslänge für eine Strecke von Nürnberg bis nach Straubing notwendig ist?
Rund 160 km an unterschiedlichen Rohmaterialien aus Kunststoffen wie PE und PVC, Guss und Stahl werden benötigt, um das köstliche Nass täglich zu Ihrer Abnahmestelle zu transportieren. Es wird vom technischen Personal der FGW betreut und die Dokumentation der Pläne hierfür erfolgt in einem GIS – System (Vermessungsdaten).

Druckerhöhungsanlage Moosbach

Für die Ortsteile Moosbach, Weiherhaus Hahnhof und "An der Gauchsmühle" ist eine Druckerhöhungsanlage erforderlich, welche im Jahr 2001 in Betrieb genommen wurde. Dort kommt das Trinkwasser mit einem Vordruck von 3, 7 bar an, und wird auf ca. 5,5 bar erhöht.

 

Trinkwasser und Corona

Das Umweltbundesamt weist darauf hin, dass Trinkwasser das am Stärksten kontrollierte Lebensmittel ist. Es führt in der aktuellen Stellungnahme zu SARS-CoV-2 aus "Trinkwässer, die unter Beachtung der allgemein anerkannten Regeln der Technik gewonnen, aufbereitet und verteilt werden, sind sehr gut gegen alle Viren, einschließlich Coronaviren, geschützt." "Eine Übertragung des Coronavirus über die öffentliche Trinkwasserversorgung ist nach derzeitigem Kenntnisstand höchst unwahrscheinlich."

Die Trinkwasserversorgung der Feuchter Bürger ist sicher. Gleichwohl möchten wir darauf hinweisen, dass es zu negativen Auswirkungen auf die Trinkwasserqualität kommen kann, wenn wie jetzt, durch Schließung verschiedener Einrichtungen der Wasserverbrauch an einzelnen Entnahmestellen entfällt oder reduziert wird.

Jede Trinkwasserinstallation ist für eine regelmäßige Wasserentnahme ausgelegt. Entfällt diese, drohen hygienische Probleme, zum Beispiel durch Legionellen, die nur mit erheblichem Aufwand wieder entfernt werden können. Daher soll man an einer nicht genutzten Entnahmestelle wöchentlich, besser alle 72 Stunden, das Wasser solange laufen lassen, bis das Wasser gleichbleibend heiß und dann kalt austritt.

Mikrobiologische Belastungen können schon nach wenigen Wochen Stagnation auftreten. Der Betreiber einer Trinkwasserinstallation ist für den Erhalt der Trinkwasserinstallation im Gebäude verantwortlich. Bei Unterbrechungen der Hauptsperreinrichtungen über eine längere Zeit sprechen Sie uns an oder wenden Sie sich an eine im Installateurverzeichnis eingetragene Fachfirma.

Die Mitarbeiter der Feuchter Gemeindewerke GmbH stehen Ihnen unter Telefonnummer: 09128 9914- 0E-Mail gerne zur Verfügung.

Trinkwasser einfach erklärt

Auf dieser Webseite finden Sie zahlreiche Filme zum Thema Wasser. Die Videos erläutern verschiedene Themen rund um die Trinkwasserversorgung und Abwasserentsorgung. Alle Filme sind eingebettet in dieser Seite, auf der weiterführende Informationen zu allen Inhalten verfügbar sind. Darüber hinaus können Sie auch direkt bei Youtube aufgerufen werden.

Wasser – Ein kostbarer Tropfen

Wussten Sie schon, dass das Feuchter Wasser auf eine ca. 1000-jährige Geschichte zurückblicken kann? Das Leitungswasser, welches Sie heute zum Kochen, Waschen, Spülen oder für Ihren Garten nutzen, regnete vor 1000 Jahren vom Himmel und versickerte im Boden. Dieses Wasser wird heute mit verschiedenen Brunnen aus Tiefen von bis zu 252 Metern an das Tageslicht gefördert.

Hinweis zu Wasserzusätzen

Gemäß der Durchführungsbestimmung § 21 Abs. 1 der „Trinkwasserverordnung“ vom   21.05.2001 geben wir bekannt, dass dem Trinkwasser in Feucht eine Silikat-Lösung, genannt METAQUA SC-36, zum Schutz des Leitungsnetzes zudosiert wird.

Diese Maßnahme trägt erheblich zur Steigerung der Wassergüte bei, da zu Verfärbungen des Wassers führende Korrosionen und Inkrustierungen im Rohrsystem weitestgehend unterbunden werden können. Dieses in vielen Wasserwerken zum Einsatz kommende Produkt ist gesundheitlich unbedenklich und wird nur in geringen Mengen dem Trinkwasser zugegeben.

Darüber hinaus wird dem aus dem Tiefbrunnen geförderten Rohrwasser zur Entfernung des natürlich vorhandenen Arsens eine Eisen-II-Sulfat-Lösung zudosiert. Nach Durchlaufen der Aufbereitung wird das Eisen mit dem Arsen mit Hilfe von Filtern wieder aus dem Wasser entfernt.

Unsere öffentliche Bekanntgabe vom 05.12.2020 zum Thema Wasserzusätze finden Sie hier (PDF-Datei).

Wasserversorgung mit TSM zertifiziert

Geprüftes Technisches Sicherheitsmanagement (TSM) in der Versorgungssparte Wasser. Dies wurde den Feuchter Gemeindewerken nun per Zertifikat bescheinigt. Das Zertifikat bescheinigt den Gemeindewerken die Anforderungen an die Qualifikation und die Organisation von Trinkwasserversorgern zu erfüllen.