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Feuchter Gemeindewerke GmbH

Unterer Zeidlerweg 1
90537 Feucht
Fon: 09128/9914-0
Fax: 09128/9914-29

fgw@feucht-gw.de

 
 

Hinweise zur Gasabrechnung

So erfolgt die korrekte Gasabrechnung

In Deutschland erfolgt die Gasabrechnung auf Grundlage eichrechtlicher Vorschriften sowie nach den anerkannten Regeln der Technik, hier insbesondere nach dem DVGW Arbeitsblatt G 685 „Gasabrechnung“. Die in diesem Arbeitsblatt festgelegten Verfahren sind mit den Landesbehörden für Eichwesen und der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt abgestimmt und entsprechen den Bestimmungen des Eichrechts. Die Durchführung der Gasabrechnung unterliegt der Kontrolle des zuständigen Eichamtes. So ist gleichermaßen ein Höchstmaß an Präzision und Kontrolle gegeben.Ihre Gasabrechnung errechnet sich aus drei Werten: Gasverbrauch, Zustandszahl und Brennwert.

 

Grundsätzliches:

Im Gegensatz zu Strom ist Erdgas ein Naturprodukt und unterliegt Schwankungen hinsichtlich seines Energieinhaltes. Der Zustand des Gases, also Gastemperatur und Gasdruck sind weitere Einflüsse, die auch bei Ihrer Gasabrechnung berücksichtigt werden. 

Gasverbrauch

Der Gasverbrauch (m3) wird mit einem geeichten Gaszähler gemessen und grundsätzlich über das Zählwerk des Gaszählers ermittelt. Der Gasverbrauch ist die Differenz der Zählerstände zwischen Beginn und Ende der Abrechnungsperiode (12 Monate). 

Beispiel: 

Anfangsstand             vom 01.01.2012          = 1.657 m³

Endstand                    vom 31.12.2012         = 5.180 m³

Verbrauch                  5.180 m³ - 1.657 m³    = 3.523 m³

Zustandszahl

Der Betriebszustand ist der Zustand des Gases im Zähler, der je nach Druck und Temperatur variiert. Die Abrechnung erfolgt jedoch auf der Grundlage des Normzustands. Der Normzustand liegt bei einem Druck von 1.013,25 mbar und einer Temperatur von 0°C (= 273,15 Kelvin) vor. Daher muss der Betriebszustand auf den Normzustand umgerechnet werden. Dieses erfolgt über die Zustandszahl. Ein Beispiel zur Errechnung der Zustandszahl in Feucht finden Sie hier.

Brennwert

Der Brennwert beschreibt den Energiegehalt, der in einem Kubikmeter Gas enthalten ist, und wird kontinuierlich mit geeichten Messgeräten an repräsentativen Stellen ermittelt. Da Erdgas ein Naturprodukt ist, ändert sich der Brennwert jeden Monat geringfügig. Die monatlichen Brennwerte sind im Internet aufgeführt.

Für die Gasabrechnung wird der Durchschnitt der monatlichen Brennwerte im Abrechnungszeitraum gebildet. Die Durchschnittsberechnung erfolgt unter Berücksichtigung der Gewichtung von Verbrauchsmengen in den einzelnen Monaten. 

Beispiel:

Brennwert (Abrechnungszeitraum 01.01.2012 – 31.12.2012)

Brennwert = 11,207 kWh/m³

Die Brennwerte über die Abrechnungszeitspannen (z.B.: 12 Monate)  werden durch die FGW GmbH mengengewichtet entsprechend G 685 ermittelt. In diesem Beispiel ist dies ein Brennwert von 11,207 kWh/m³ über den Betrachtungszeitraum von 12 Monaten. 

Berechnung

Multipliziert man nun den Gasverbrauch mit Zustandszahl und dem durchschnittlichen Abrechnungsbrennwert in dem Abrechnungszeitraum, ergibt sich die verbrauchte Thermische Energie. Sie wird in Kilowattstunden (kWh) angegeben und nach dem jeweils gültigen Preisblatt abgerechnet.  

Die Thermische Energie errechnet sich nach folgender Gleichung:

E         = Thermische Energie [kWh]

Vb        = Gasverbrauch (Betriebsvolumen) [m³]

z          = Zustandszahl

HS,eff    = Brennwert [kWh/m³]

Thermische Energie   = Gasverbrauch (Betriebsvolumen)   x Zustandszahl x Brennwert

37.523 kWh = 3.523 m³ x 0,9295 x 11,207 kWh/m³  

Gewichtung

Falls in der Gasabrechnung die Abrechnungszeitspanne unterteilt werden muss (z. B. wegen Preisänderungen) und keine Ablesewerte des Gaszählers vorliegen, wird die Aufteilung des Verbrauchs gewichtet vorgenommen. Dies ist notwendig um eine korrekte Aufteilung des Verbrauchs in den einzelnen Monaten zu erhalten. Die Gewichtung wird entweder nach tatsächlicher Einspeisemenge im Netz vorgenommen oder nach dem Gradtagszahlverfahren durchgeführt.

Gradtagszahlen

Die Gradtagszahl (GTZ) gibt die Abweichung der durchschnittlichen Außentemperatur von der üblichen Raumtemperatur (ca. 20°C) an. Gemessen wird, sobald es kälter als 15°C ist. Sind draußen beispielsweise 15°C bis 20°C, ist die GTZ 0. Bei 14°C beträgt die Temperaturdifferenz 6 Kelvin (K), bei 0°C beträgt sie 20 K.

Die Gradtagszahl eines Monats ergibt sich aus der Summe der Differenzen zwischen der Tagesmitteltemperatur und der üblichen Raumtemperatur. Eine hohe Zahl zeigt an, dass es in diesem Monat oft Temperaturen unter 15°C gab. Zeigt das Thermometer in einem Monat mehr als 15°C an, liegt die GTZ bei 0.

Die Temperaturdaten zur Ermittlung der GTZ erhalten die Gemeindewerke von der Wetterstation Flughafen Nürnberg. Sie kommen immer dann in den Gasabrechnungen zum Tragen, wenn keine konkreten Messwerte vorliegen. Zum Beispiel wenn zu Preisänderungen keine Ablesewerte vorliegen oder die Ablesewerte zur Jahresabrechnung vom Ablesestichtag bis zum 31.12. ermittelt werden müssen. Die Feuchter Gemeindewerke GmbH nutzt somit eine genormte und unabhängig errechnete Zahl, die der Verbraucher bei Bedarf überprüfen kann.

 

 

 
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