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Feuchter Gemeindewerke GmbH

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Obdachlosenunterkünfte in Feucht - Stellungnahme des Marktes Feucht zum Bericht der Frankenschau aktuell beim Bayerischen Rundfunk vom 26. Februar 2018

In dem oben genannten Fernsehbeitrag wird berichtet, dass die Obdachlosen, die in den sieben Wohncontainern in der Jägersruh untergebracht sind, auf eigene Kosten heizen müssten. Dies entspricht nicht der Realität: Als Obdachloser, der Arbeitslosengeld 2 (ALG 2) bezieht, erhält man eine Regelleistung für den Lebensunterhalt in Höhe von 416 €. Zusätzlich dazu werden die Kosten für Unterkunft (also Miete) und Heizung bezahlt. Die anteiligen Kosten für die Heizung aus dem gesamten Stromverbrauch bekommt man vom Jobcenter erstattet, wenn die Rechnung für die Stromkarte vorgelegt wird – eine gesonderte Rechnung über Heizkosten ist nicht nötig. Beim Beantragen unterstützt der Markt Feucht selbstverständlich hilfesuchende Bürgerinnen und Bürger, die ALG 2 oder Grundsicherung beziehen. In der Vergangenheit wurde dieses Angebot bereits in einigen wenigen Fällen genutzt und die Stromkosten wurden übernommen. Übrigens statten Mitarbeiter des Ordnungs- und Sozialamtes allen Obdachlosen im Ort auch mehrmals im Monat Besuche ab, um Hilfestellung anzubieten oder zu vermitteln.

Bei der Gemeindeverwaltung des Marktes Feucht ist es nicht Usus, Anfragen damit zu erwidern, die Bürgerinnen und Bürger „vor die Tür zu setzen“ (Zitat Fernsehbericht) – weder die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter geschweige denn der Erste Bürgermeister als Leiter der Verwaltung handhaben dies so. Ganz sicher wurde auch der interviewte Bewohner nicht vom Bürgermeister aus dem Rathaus verwiesen.

Zum Stromverbrauch eines Wohncontainers: Die vorliegenden Werte aus dem Jahr 2017 und der letzten Heizperiode zeigen, dass der Verbrauch wesentlich niedriger ist als die im Fernsehbeitrag angesprochenen „40 bis 60 Euro am Tag“. Alle sieben Wohn-container hatten im Durchschnitt einen Tagesverbrauch von 64 Cent. Eine der Unterkünfte war im Jahr 2017 durchgehend bewohnt, also wurde an 365 Tagen Strom verbraucht. Die durchschnittlichen täglichen Stromkosten beliefen sich hier auf 1,35 € am Tag (brutto). Ein weiterer Wohncontainer, der von Mitte Oktober bis Ende Dezember 2017 belegt war, hatte einen durchschnittlichen Tagesverbrauch von 1,02 €. Natürlich ist der tatsächliche Verbrauch an Tagen mit starkem Frost höher.

Zu dem im Beitrag angebrachten Vorwurf, es sei in den Räumlichkeiten zugig, muss angemerkt werden, dass die Notunterkünfte durch Mitarbeiter des Marktes Feucht in technisch einwandfreiem Zustand gehalten werden; so werden zum Beispiel bei Bedarf undichte Tür- und Fensterdichtungen erneuert. Das im Beitrag zu erkennende Kabel, das durch ein gekipptes Fenster verlegt ist, wurde nicht vom Markt Feucht installiert. Jeder Wohncontainer verfügt über einen eigenen
Stromanschluss. Die Fenster des Wohnbereichs haben Wärmeverglasung und sind mit Rollläden versehen. Im Übrigen werden exakt die gleichen Wohncontainer als Interimsgebäude für Kindergärten und Schulen verwendet.

 

 

 
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